Drei SvSE-Teams starten in Berlin

Zum Ende der Sommerferien machten sich 6 junge Segler des Segelverein Speichersee Emsland mit ihren Eltern unter der Führung ihres Trainers Siebo Willms auf den Weg nach Berlin. In diesem Jahr fand die Deutsche Meisterschaft der Teenys auf der Gr. Breite und dem Wannsee statt. Es ist für jeden Regattasegler schon etwas ganz besonderes, zwischen dem Gr. Wannseebad und dem Haus der Wannsee Konferenz zu starten. Mit 40 Booten herrschte oft ein ziemliches Gedränge an der bevorzugten Seite der Startlinie und es wurde um jeden Platz gekämpft. Der Berliner Segelverein Gothia war in diesem Jahr Ausrichter und hatte bei der Auswahl des Wettfahrtleiter-teams auf die richtigen Personen gesetzt. Souverän führte der Wettfahrtleiter, Andreas Baier, alle 10 Wettfahrten in der Regattawoche durch. Auch bei dem Unwetter am Mittwochnachmittag, dem schwersten, dass seit Jahren über Berlin tobte, zeigte er ein hohes Maß an Professionalität, indem er frühzeitig alle Teams sicher in den Hafen schickte. Trotz des langen Anfahrtsweges, passte das Timing immer perfekt, denn zu den havelabwärtsgelegenen Regattabahnen ging es immer im Motorbootschleppverband.

Oftmals wurden die jungen Sport dort auf eine Geduldsprobe gestellt, wenn aufgrund der Winddreher und des schwachen Windes die Startverschiebungsfahne am Startschiff gezogen wurde. Da es aber sommerliche Temperaturen waren, nutzten die Segler und ihr Trainer die Zeit zu einem ausgiebigen Bad im Wannsee. Zu den drei Booten der Trainings- und Betreuungsgruppe des SvSE, gesellte sich noch ein Boot aus Wilhelmshafen dazu, so dass die Gruppe jetzt aus 4 Teenys bestand. Diese Art der Adoption von Mannschaften, die ohne Trainer an einer Meisterschaft teilnehmen, ist ein Brauch in der Jüngstenklasse der Teenys. Die Zwillinge Lilly und Rosa Vincke vom KSW wurden auch sofort von den jungen Sportlern aus dem Emsland in die Gruppe integriert.

Jeden Morgen vor dem Auslaufen fand ein Briefing der einzelnen Gruppen statt, bei dem vom Trainer erklärt wurde, wie der Tagesablauf aussieht und mit was für Windverhältnissen gerechnet werden musste. Es wurden gemeinschaftlich Starttaktiken und Segelstrategien erarbeitet, denn jeden Tag waren die Bedingungen anders. Insgesamt war es eine Leichtwind-Meisterschaft und so blieb den Sportlern Zeit, auch einmal mit ihren Eltern Berlin kennenzulernen. Besonders die Tage des Vorbereitungstrainings boten oft die Möglich in die City zu fahren. Natürlich sind 5 Wettkampftage mit bis zu 7 Stunden auf dem Wasser eine große Herausforderung und jeder Segler, der so etwas schafft, weiß wieviel Ausdauer und Willen es erfordert bis zum letzten Tag durchzuhalten. Für den SvSE ersegelten die Teams folgende Plätze: Jannis Keuters/ Benjamin Mehring Platz 22, Maximilian Dütsch/ Johannes Thiel Platz 28 und Sophia Smit / Heike Mijnster Platz 40.

Für alle Teilnehmer war es eine gelungene Deutsche Meisterschaft mit dem Fazit, dass Berlin immer eine Reise wert ist.

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